Von Prerow in die Welt –
die Welt zu Gast in Prerow

Über den Schüleraustausch an der Freien Gesamtschule Prerow

 

Im Rahmen der konzeptionellen Umsetzung der dauerhaften Ausprägung der Europafähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler finden neben einem breiten Angebot an Fremdsprachen (Englisch ab Kl.1, Französisch ab Kl.3,  Russisch, Spanisch, Latein und Griechisch ab Kl. 7), regelmäßige Sprach- und Bildungsreisen nach London, Barcelona, Paris, Rom, Tirol und  zu den Partnerschulen nach Dänemark und Polen statt.

Wichtige Ergänzung dazu stellt der Schüleraustausch dar. Hier einmal zusammengefasst die aktuellsten Informationen darüber:

 


Schuljahr 2014 / 2015

Von Prerow in die Welt...die Welt zu Gast in Prerow

Auch in diesem  Schuljahr geht der Schüleraustausch weiter:

Seit Mitte April lernt Sofia aus Baschkirien, heute Baschkortostan, für ein Vierteljahr in der Klasse 10.2. Im Rahmen des Schüleraustauschprogramms „Gastschüler in Deutschland e. V.“, das es seit 1994 gibt und bisher fast 7000 Schülern einen dreimonatigen Schul – und Familienaufenthalt  in Deutschland ermöglicht, wurde auch Sofia für die Teilnahme ausgewählt.
 


Sofia

Wo kommt sie her?

Neftekamsk liegt an den westlichen Ausläufern des Uralgebirges im nordwestlichen Teil Baschkortostans, nahe der Grenzen zur Republik Udmurtien und zur Region Perm. In der Nähe der Stadt fließt der Fluss Kama. Die Entfernung zur Republikhauptstadt Ufa beträgt etwa 220 km, die nächstgelegene Stadt ist das 30 km entfernte Agidel. Neftekamsk ist eine relativ junge Stadt: Sie wurde 1957 mit der Erschließung eines Erdölvorkommens gegründet. Dies gab dem Ort auch seinen Namen: Neftekamsk bedeutet wörtlich „Ölstadt an der Kama“.

1963 erhielt Neftekamsk den Status einer Stadt. In den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden im Ort weitere Industrieobjekte, die die Stadt wachsen ließen. Ende der 1980er-Jahre überstieg die Bevölkerungszahl von Neftekamsk erstmals die Großstadtmarke von 100.000 Einwohnern.

Sofias Aufenthalt bei uns soll nicht nur der weiteren Vervollkommnung ihrer Deutschkenntnisse dienen, sondern auch zur Völkerverständigung und zur Westorientierung beitragen.

Meine Eindrücke über Deutschland

von Sophie Swjatokho

Deutschland ist das erste europäische Land, das ich besuchen konnte. Zuvor hatte ich nur Russland bereist und war außerdem in den Ländern der GUS.

Vor der Reise nach Deutschland hatte ich einige Vorurteile gegenüber dem Leben und dem Verhalten der Deutschen.
So war ich doch überrascht und auch etwas enttäuscht, dass meine Vorstellungen mit dem realen Leben nicht ganz übereinstimmten.
Ich glaube, mein Fehler war es, dass ich den Menschen gegenüber zu viel Vertrauen entgegen brachte.

ln Russland sind wir immer etwas vorsichtig und können wenigen so richtig vertrauen. Ich dachte, in Deutschland kann ich den Menschen Vertrauen entgegen bringen. Ja, die Leute in Deutschland sind sehr freundlich, aber auch ein bisschen hochmütig und auf sich selbst bedacht.
So war es doch etwas eigenartig, dass einige Leute mir gegenüber freundlich waren aber in meiner Abwesenheit über mich kritisch sprachen. Dass ist in Russland anders, wenn wir jemanden kritisieren, dann machen wir es offen und ehrlich und sagen es dem anderen. Nur so kann ich eine Sache ändern. Aber es sind nicht alle Menschen so. Nicht alle Deutschen sind heuchlerisch. In meiner Umgebung gibt es viele ehrliche und wohlwollende Menschen. lch denke, dass die ideale deutsche Familie die Familie Beckmann ist. Die Familie besteht aus 6 Personen: Frau Ute Beckmann, Herr Raimar Beckmann und ihre Töchter Elisa, Helene, Greta und Milla. Alle Beckmanns sind freundliche Menschen, die keine Angst haben ihre Meinung zu äußern. Sie sind aktiv und lieben den Pferdesport. Sie haben 2 Hunde, 2 Ponys und Pferde.

Helene Beckmann lernt mit mir in der gleichen Klasse.

Ich bin Schülerin und deshalb verbringe ich die meiste Zeit in der Schule. Die Freie Schule Prerow gefällt mir sehr. Dort sind Lehrer, die entgegenkommend sind und gerne helfen. Meine Klassenkameraden sind sehr freundlich und versuchen immer mir beizustehen. Das schätze ich sehr an ihnen. Mir gefällt auch der Zusammenhalt als Team und die positive Stimmung in meiner Klasse. Manchmal bekommen meine Mitschüler eine schlechte Note und dann streiten sie mit dem Lehrer oder untereinander, aber sie sind immer offen und können den Streit auch friedlich beenden. Mir hat auch gefallen, dass es an der Schule viele Veranstaltungen gibt. So machen einige Klassen Kuchenbasar und in der Pause können wir für 50 Cent leckeren Kuchen oder Muffins kaufen.
Interessant ist auch die Projektwoche am Ende des Schuljahres. Die Schüler werden in den Fächern nach eigenen Wünschen in Gruppen eingeteilt. Da sind sie dann 6-8 Stunden am Tag aktiv. Das wird aber nicht langweilig.

Letzte Woche war Mottowoche der 10. Klasse, die ihren letzten Schultag hatte. Jeden Tag trugen wir Kleidung in verschieden Stilen. Das fand ich sehr interessant und lustig. Und noch was-in der Schule gibt es eine ausgezeichnete Cafeteria mit toller Küche. Jeden Tag essen wir Beilage, Fleisch oder Fisch und dann noch Gemüse und Obst. Ich finde, dass ist ein leckeres und gesundes Mittagessen. Das Einzige, mit dem ich nicht zufrieden bin, ist die Tendenz einiger Jugendlichen mit Alkohol und Zigaretten cool zu sein. Ich denke diese Auffassung ist dumm und ich finde diesen Trend gefährlich. Aber anderseits gibt es viele glückliche Jugendliche, die einen gesunden Lebensstil führen und Sport treiben.

Ich wohne auf der Halbinsel Darß. Das ist einer der schönsten Orte in Deutschland. Hier kann ich die Natur bewundern. Viel Zeit verbrachte ich mit Spaziergängen durch den Nationalpark und am Strand. Ich glaube, dass diese Spaziergänge gut waren für mich. Es brachte mir die Natur näher und lehrte mich Natur zu bewundern und zu genießen. Auf dem Darß kann man die Natur unendlich genießen. lm Wald sind die Bäume sehr nahe und könnte meinen, sie umarmen sich und suchen Schutz vor dem Meereswind. Die Sonne bricht durch die Zweige, färbt sie smaragdgrün und verzaubert den Wald wie in einem Märchen.

Die Felder mit den langen Reihen, bepflanzt mit zartem Grün, der Horizont, mit den Windmühlen, deren Flügel sich im Wind melancholisch bewegen und der blaue Himmel, der nur gelegentlich bedeckt ist von kleinen Daunenwölkchen....

lm Nationalpark, nur 10-15 Meter von der Straße entfernt, kann man den Lärm der Autos und die Hektik der Stadt vergessen. Hier in einem kleinen See schwimmen majestätisch die Schwäne und die Enten. Möwen fliegen schreiend über das Wasser und am Ufer steht eine alte Dame, die aus einem Korb die Vögel mit Brotkrümeln füttert.

Und natürlich muss ich über das Meer erzählen. Wenn man einen ereignisreichen Tag hinter sich hat, dann setzt man sich in den weichen Sand und beobachtet das leichte Spiel der Wellen. So kann ich über das Vergangene nachdenken und von einer glücklichen Zukunft träumen.
 


Ich heiße Iris Costa und bin eine fünfzehnjährige Austauschschülerin aus Frankreich. Ich komme aus Uzès, einer schönen alten Stadt in der Nähe von Avignon, Nîmes und Montpellier. Unser Schulsystem, die Landwirtschaft und auch das Wetter sind ziemlich anders. Es ist sehr interessant, eine neue Lebensart kennen zu lernen. Um euch ein Beispiel zu nennen: Wir können im Sommer oft bis zu 40°C haben und wir bleiben von 8.00-18.00 Uhr in der Schule. Ich mache ein ABIBAC, das heißt ein deutsch-französisches Abitur. Deshalb bin ich verpflichtet, drei Monate in Deutschland zu sein. (1 Monat bin ich bei euch.) Ich liebe die deutsche Sprache und finde eure Schule wirklich toll. Ich bin Frankreich in der 10. Klasse und besuche hier die 9.2.

Deutschland

Frankreich

- weniger Unterricht

- Unterricht von 8.00-18.00 Uhr, ab der Vorschule bleiben schon alle bis 16.30 Uhr in der Schule.

- Fächer wie Umwelt, Sozialkunde, Informatik

- Diese Fächer gibt es bei uns nicht.

- Stunden von 45 Minuten

- Alle Stunden dauern 60 Minuten.

- wenig Hausaufgaben

- täglich mindestens 1 Stunde schriftliche Aufgaben

- angekündigte Test, begrenze Anzahl pro Woche und Tag

- Tests jederzeit und immerzu

- respektvoller Umgang  von Lehrern und Schülern, aber offen und kommunikativ

- Der „Lehrer-Gott“ mit seinem allerwichtigsten Fach

- freies Schulgelände, Freiheit aber vor allem Vertrauen in die Schüler, Menschlichkeit, kein Geparktsein wie ein Tier im Käfig

- Bis zur 10/12. Klasse keinerlei Verlassen des Schulgeländes, Ausnahmen nur mit schriftlichem Einverständnis der Eltern (Elternheft)

- Essenspausen/ mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt

- 3 Mahlzeiten – Frühstück, Mittag, Abendessen

- kleine Klassenstärke, max. 24

- bis zu 35 Schüler pro Klasse

- alles auf einem Schulcampus, vom Kindergarten bis zum Abitur

- generell getrennte Einrichtungen:

Vorschule (3-6 Jahre)

Grundschule (6-11 Jahre)

Mittelschule (11-15 Jahre)

Gymnasium (15-18 Jahre)

- Regeln an allen Schularten sehr unterschiedlich

- Schüler bleiben mehrere Jahre im Klassenverband

- Klassen werden jedes Jahr neu gemischt, es ist also an einer großen Schule selten, noch einmal mit den gleichen Schülern in dieselbe Klasse zu kommen (Einteilung nach Niveau)

- Religion als Unterrichtsfach

- staatliche Schule ist streng religionsfrei, d.h. kein Religionsunterricht, keine Gespräche über Religion, keine offensichtlichen Zeichen der Religion in der Schule und auch nicht in der Bekleidung, Lehrer reden niemals über den eigenen Glauben/ Religion (Tabu, unzulässig)

- Englisch ab Klasse 1

- Englisch ab Klasse 6

- 2 Fremdsprache am Gymnasium obligatorisch ab Klasse 7

- 2. Fremdsprache obligatorisch ab Klasse 8, Latein und Griechisch zählen nicht dazu, diese können extra belegt werden (zusätzlich Stunden zur zweiten Fremdsprache)

- kariertes und liniertes Papier

- einheitliches Papier für alle Fächer

 


Schuljahr 2013 / 2014

Kyra aus der 11. Klasse ist inzwischen in Pittsburgh in den USA angekommen, wo sie sicher ein aufregendes Jahr verbringen wird. Luigi aus der 10. wohnt für ein Jahr bei einer Gastfamilie in Astrachan an der Wolga in Russland. Und Willi, Kyras Klassenkamerad, hat seine Zelte in Bournemouth, Südengland, aufgeschlagen. Seit 26. August lernt Mariangel aus Venezuela für ein Jahr in Klasse 10  an der Prerower Schule.
Johan
ist seit August schon zum Gegenbesuch bei Gwendal  in Frankreich in der Bretagne und hat uns nachstehenden Gruß geschickt:

 


Hi Leute,

wie die meisten von euch ja wissen bin ich in Bournemouth, Südengland. Ich bin jetzt schon seit 23.August hier und muss sagen es ist es absolut wert ein Auslandsjahr zumachen. Ich gehe auf das Bournemouth & Poole College. Das englische Schulsystem ist völlig anders als das deutsche System. Ich habe den Kurs AS-Levels belegt. Die AS-Levels (Advanced Studies), wäre in Deutschland die 11te und 12te Klasse. Aber hier belegt man nur 4 Fächer, die man sich aussuchen kann beim Enrolement Day. Ich habe die Fächer Mathe, Geographie, Business Studies und Financial Studies belegt. Und glaubt mir eins ich vermisse das deutsche Schulsystem. Also Mathe ist echt der Horror hier, jeden Tag ein neues Thema und man schafft es gar nicht ein Thema sauber zu verarbeiten. Die anderen Fächer sind alle richtig gut. Geographie mag ich sowieso, Financial &Business Studies  sind echt interessante Fächer wo ich schon viel gelernt habe. Ich war schon auf zwei Entrepreneur Veranstaltungen in London. Was mich ziemlich überrascht hat waren die Ideen von diesen Leuten. Das ist einfach unglaublich mit was für dummen Ideen die Erfolg haben (es ist nicht dumm, es ist einfach clever). Ein Beispiel wäre, aus einem Angelhocker eine Toilette zumachen. Diese Toilette wird in England auf Festivals verkauft. Im Hocker ist ein Loch drin wo man eine Tüte dann reintut. Und das ist dann die Toilette, der Typ ist Multimillionär mit einer simplen Idee. Ich treibe hier in Bournemouth mehr Sport als sonst. Ich wurde auch an der Football College Academy aufgenommen und kann mit denen mittrainieren. Desweiteren lege ich mehr wert auf unsere heutige Nahrung. Es ist ein Thema worüber man sich sehr lange unterhalten kann. Aber ich will jetzt auch nicht groß drum rumschreiben. Die Engländer sind sehr freundliche Leute, sie sind sehr hilfsbereit und haben ihre eigenen Trends. Die Stadt Bournemouth ist echt ein internationaler Treffpunkt. Ich sehe jeden Tag sovieleNationalitäten hier herumlaufen. In meiner Gastfamilie/Hostfather ist momentan ein Chinese, davor waren noch 3 andere Chinesen die aber schon wieder weg sind. Kurz was zu den Chinesen, die leben hier nach dem Motto: „Ich lebe hier mein faules Leben wie in China“. Glaubt mir die machen sich wirklich nix draus, manche wollen noch nicht mal Englisch sprechen. Ich frag mich immer dann, warum seid ihr hier. Manche Leute würden sich unheimlich freuen wenn sie die Chance hätten ein Auslandsjahr zumachen. Unbeschreiblich!!!! Ich bin wirklich sehr froh, dass ich die Chance dazu bekommen habe. Mein Englisch ist jetzt auf einen sehr guten Level, was wohl auch so sein sollte^^. Aber ich hab ja noch zwei Monate. Ich werde es noch so gut wie es geht verbessern. Manchmal ist es echt lustig wenn man auf einmal mit Leuten aus dem Norden spricht z.B. Leute aus Birmingham. Man versteht zuerst absolut gar nichts, weil die so einen starken Akzent haben. Man muss einfach ne Weile mit denen sprechen, dann versteht man die mit der Zeit. Das  soll es auch vorerst auch erstmal sein. Wenn ich wieder zu Hause bin werde ich mal vorbeikommen ;)

Ich möchte noch alle Lehrer grüßen und natürlich auch meine Freunde an der Schule, besonders meine alte Klasse. J
 

Promenade  Meer   

See ya,

Willi

 


Hallo, ich bin Valts Zvirbulis
, der Neue in der Klasse 10.2!  Valts

Ich komme aus Lettland. Ich wohne seit 6. September in Deutschland und bleibe bis Ende des Schuljahres. Jetzt wohne ich in Zingst. Von September bis Mitte Dezember war ich in Dresden. Dann habe ich meine Familie gewechselt, und lebte bis 10. März in Osterburg. In Lettland wohne ich in Riga, der Hautstadt. Lettland ist ein kleines Land mit nur 2,3 Mio. Einwohnern. In Lettland sind 49% der Fläche von Wald bedeckt. Riga, die Hauptstadt hat nur 500k Einwohner. Die Schule in Lettland ist nicht ganz so anders wie Deutschland. Eine Stunde dauert 40 min und es klingelt, wenn die Stunde beginnt und endet. Niemand nimmt Essen von zu Hause  mit. In der Schule können wir sehr billig Essen kaufen. Das Essen in Lettland ist auch nicht anders. Wir essen die gleichen Dinge wie hier. Hier in Deutschland ich finde es sehr gut, dass die Leute sehr freundlich sind, und alles recyceln. Alle sind sehr offen zu mir und akzeptieren mich. Ich kann nichts Negatives über Deutschland sagen. Ich habe Deutschland gewählt, weil ich Deutsch lernen möchte und viel über die Kultur lernen will. Ich höre gern Musik, ich finde fast alle Musik gut, aber elektronische nicht. Ich gehe gern ins Kino. Ich sehe am liebsten Krimis, Dramas und psychologische Filme. Ich spiele auch ganz gern am Computer. Ich mag Extrem-Sportarten und Aktivitäten aller Art. Ich lese sehr gern. Ich finde Clubs und Discos doof. In Lettland gehe ich oft Indoorklettern. Ich laufe auch Ski und Schlittschuh. 

 


Weihnachtsgrüße vom Roten Meer...
....oder: Seht, was aus mir geworden ist....


Moin, Moin lieber Herr Schaarschmidt,

ich hoffe, es geht Ihnen soweit ganz gut und Sie können sich noch an mich erinnern? Abschlussklasse 2010, Nico Prieß. Ich war bei Frau Volkmann in der Klasse gewesen.
Da ich mich längere Zeit nicht blicken lassen habe, wollte ich Ihnen nun einmal schreiben.
Ich war die letzten 2 Jahre in der "Cairo Opera House" Schule in Kairo. Dort habe ich Operngesang studiert und mache nun in Deutschland eine Weiterbildung als Popmusiksänger und bin im März auch Gott sei Dank damit dann fertig.
Sie fragen sich sicher, warum ich studiert habe ohne Abitur. In Ägypten zählt die 10. Klasse Mittlere Reife als Abitur, und somit durfte ich mich an der Music School in Kairo bewerben. Zum Anfang war es sehr schwer, dort klar zu kommen. Ich konnte nämlich kein Wort  Arabisch und musste mir ja auch noch die ägyptische Staatsangehörigkeit besorgen, da ich länger als 6 Monaten da bleiben wollte. Oh Mann, Gott sei Dank hatte mich Herr Kampf ein bisschen mit der englischen Sprache vertraut gemacht, so dass ich mich damit verständigen konnte :-)
Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten und den bestandenen Tests für die Aufenthaltsbestätigung ging es los. Ich musste extra 70% Arabisch lernen. Mein erster Schultag ...und was hatte ich gehabt? Mathe, na super! Es lief so gut für mich, so dass mir die Abschlussprüfung wieder in den Sinn kam. Was war nochmal Bruchrechnung? Tja, das weiß ich bis heute nicht genau ;-)
Gott sei Dank hatte man Mathe nur ein Schuljahr lang (1 Schuljahr hat da 6 Monate in Ägypten.) Ich glaub, in Deutschland nennt man das Semester oder so. Nach der ersten Stunde ging es endlich los mit der Praxis. Wir mussten unserer Lehrerin zeigen, was wir konnten. Jeder hatte dafür 10 min. Zeit, und wir waren 48 Schüler, also ging es sehr, sehr sehr lange. Nachdem wir vorgesungen hatten, machte die Lehrerin eine Liste: wer am besten war und wer am schlechtesten. Ich habe gespannt auf die Liste geschaut, und was habe ich gesehen? Nicht die Top 10, nicht die Top 20, nicht die Top 30, nein, ich war Vorletzter: 47. Platz! Sie schaute mich nur an und sagte auf Englisch: "I can two words in German....". Ich dachte ,sie wäre nett .....bis zu diesem Zeitpunkt. Ich schaute sie erwartungsvoll an, und dann kamen die zwei Wörter aus Ihr heraus geschossen: " bubie and schlecht". Oha, das war mir erstmal unangenehm...! Nach vielen Einzelstunden in der praktischen Arbeit kam nach dem ersten Semester wieder das gleiche Spiel. Ich muss dazu sagen, dass sich die Klasse in der Zeit von 48 Leute auf 27 reduziert hatte. Und ich fand mich, nach dem alle vorgesungen hatten, auf Platz 13 wieder. Naja, hat mir gereicht, gutes Mittelfeld...!
Im zweiten Schuljahr (Semester) kam dann die Mathe - Prüfung. Und da ich in den Sommerkurs für Mathe gehen musste, das bedeutet, andere, die gut waren, hatten Ferien, ich aber musste Mathe machen in der Schule, und hatte ich wieder leicht Panik gehabt. Dann war ich aber sehr überrascht, dass ich schriftlich ne 3 bekommen hatte. Mündlich musste ich auch nochmal ran ...und ich habe ne 1 bekommen. Mein zweites Zeugnis, und ich habe das erste Mal in meinem Leben ne 2 gehabt ....und doch nie wieder Mathe bis jetzt :-) (Erzählen Sie das mal Frau Wobig oder Frau Rüter, das glauben die mir nie ,,,haha!)
Ab dem dritten Schuljahr (Semester) kam anstatt Mathe mein Lieblingsfach dazu: Fremdsprache. Ich wurde von der Direktion ausgewählt, Latein zum machen. 
Schönen Gruß an Frau Schneider, bei Ihr war der Unterricht besser und einfacher gewesen. Aber fast derselbe Lernstoff. hab ne 3 auf dem Zeugnis bekommen nach dem 3. Schuljahr.
Im letzten Schuljahr wurde es dann ernst: 27 Fächer, und wir hatten die Woche von Montag bis Sonntag durchgängig 9-13 Stunden Schule täglich. Wer die Endprüfung auf der Music School nicht schafft, darf sie auch nicht mehr wiederholen und hat keinen Abschluss. Da hieß es für mich hinsetzen und üben, üben, üben. Den Sommerkurs brauchte ich vor dem 4 .Jahr (Semester) nicht mehr zu besuchen. In diesem Zeitraum war ich bei meiner Familie zuhause, und ich kann Ihnen sagen: Wenn man nur noch das Wetter da in Ägypten gewöhnt war, auch im Winter 21 oder bis zu 29 Grad zu haben, war es sehr kalt im Schnee. Ich hatte mir gleich ne schöne Erkältung geholt.
Zwei Wochen vor der Endprüfung wurden wir von den 27 Fächern in drei Pflichtfächer aufgeteilt, und 4 x durften die Lehrer entscheiden, wen sie wo haben wollten.
Meine Pflichtfächer waren:

* Praktischer Opera Gesang 
*Theorie Opera Gesang
*und die jeweilige Fremdsprache, in meinem Fall war es Latein

Und die Lehrer wollten mich in den Fächern:
* Biologie
*Philosophie
*Musiktherapie und
*Achmettarina, das ist ein Fach, wo man jeden Musikstil, die in arabischen Ländern oder in Europa unterscheiden muss, wie  zum Beispiel arabisch-deutsch:   Dann muss man sagen: deutsche Musik meist Popmusik, arabische Musik meist volkstümlich ... .
in den drei Pflichtfächern gab es insgesamt 300% zu erreichen, sprich 100% für jedes Fach. Ich habe 287 % erreicht. Schaffen wollte ich 200%, also war ich sehr zufrieden damit. In den Lehrer - Fächern gab es 400%, und ich habe 315 % erreicht, gute 200% wollte ich haben. Also war ich sehr, sehr, sehr glücklich. Die Prüfung wurden alle zusammengezählt. Ich habe von den Prozentzahlen umgerechnet als Zensur eine 2+ erreicht, und diese Note wurde mit meinem Zeugnis zusammengerechnet, und tja.... nun stand ich 1,5, und der Direktor hat mich auf Level A gestuft, das heißt also Abschluss mit "Sehr Gut"! Das war ein Megagefühl...!!! Auch super Freunde hatte ich dort gehabt, und von den Unruhen in Kairo war kaum etwas zu merken. Auf unsere Ecke hat man aber schon mal den ein oder anderen Schuss gehört.
Wenn Sie das jetzt im Zeitraum vom 8.12.-15.12.2013 lesen, bin ich gerade in meinem lang ersehnten Urlaub in Hurghada, natürlich auch Ägypten.

Jetzt wohne ich erstmal wieder in Rostock und mache gerade eine weitere kleine Gesangsausbildung als Popsänger. Dann habe ich jede Richtung und hoffe, dann irgendwie an oder bei Musicals mit zu spielen oder auch so Musik zu machen. Sie können ja mal auf
youtube.com Nico Priess eingeben, vielleicht gefällt Ihnen das jetzt noch besser als damals.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich melden würden, auch wenn es mal ein Klassentreffen wieder gibt.

Mit freundlichen Grüßen, an alle, die mich noch kennen.....

Nico Prieß

Nico_Egypt

 


Und hier nun Post aus dem Wolga-Delta:

Email: 13. November 2013

Hallo und Guten Tag aus Russland,

ich schreibe aus Astrakhan, einer kleinen Stadt mit ca. 600 Tausend Einwohnern. Sicher weiß nicht nur euer  Geografielehrer, wo das liegt 
(schaut mal am Kaspischen Meer vorbei).
Ich versuche  einfach mal kurz aufzuschreiben, was hier so los ist. Also, bisher ging ich am Nachmittag zur Schule und musste vor allem Russisch lernen. Ab der nächsten Woche gehe  ich dann in die 10 oder 11. Klasse. Ich bevorzuge die 11. Klasse, weil das die letzte Klasse in Russland ist und ich damit den Abschluss vor allen anderen meiner Klasse hätte, (an die Klasse 10.2 schon mal ein großes HAHA!!! ;).
Was mich sehr wundert ist, dass man hier ohne Taschenrechner und Tafelwerk arbeitet. (Frau Rüther, hier ist die Welt noch in Ordnung :D.) Ich bin hier natürlich nicht allein, 3 Italienerinnen teilen dieses Schicksal mit mir, eine geht auch auf meine Schule. Ich muss sagen, ich vermisse Prerow, wenn ich das hier so sehe und hört, hört,  ich vermisse sogar alle Lehrer mit denen ich Unterricht hatte, besonders Frau Rüther. Es gibt sie nur einmal und das ist schade. Ich habe hier schon vielen ein Bild von Ihnen gezeigt und gesagt: " This is my class-teacher Frau Rüther. She is the best teacher I've ever had. " Frau Rüther for the win
Es läuft soweit ganz gut, ich bekomme in der Schule immer nur 4er und 5er. Also keine Probleme, was die Anforderungen betrifft. Meine Familie ist super. Ich habe alle wirklich richtig lieb. Das sind  mein Bruder (16), sein Name ist Anton und bei ihm bin ich mir manchmal nicht sicher, was er denkt, dann meine kleine süße drollige Schwester Tanja, 2 Jahre alt und auch schon mal ganz schön laut und  Mama und Papa, voll gute Eltern.
Ich kann nur sagen, meine Russischlehrerin ist der Abgrund. Wenn ich jetzt an Lehrer zurückdenke, die ich nicht so gemocht habe, dann tut  es  mir leid, jemals so etwas gedacht zu haben.
Ich melde mich bald wieder mit einigen Infos zur Stadt und zur Schule.
Bis bald, Luigi

PS.: Die beste Note in Russland ist die 5.

An die Klasse 10.2

Es tut mir leid wegen der Mütze, aber ich bekomme sie zurück. Na ja, viele werden denken "typisch" und ihr habt Recht.
Ich habe hier zwar noch  keine Klasse, aber in den Klassen, in denen ich bisher war, war es nie so gut wie bei euch. (An die Neuen: Ihr  habt ein gutes Los gezogen mit der Klasse!)
Auch wenn manche Probleme mit mir hatten oder ich mit ihnen, jetzt vermisse ich alle.
Der russische Humor ist unendlich viel schlimmer als der deutsche. Aber das erkläre ich euch später noch genauer.
Ich vermisse euch alle und ich habe gehört, ihr hab auch eine Gastschülerin in eurer Klasse oder hattet eine. Ich weiß es nicht genau. Ich kann nur sagen, Frau Rüter und Lilli ihr/ Sie habt/ haben das schon richtig gemacht. Als Gastschüler muss man schon zusehen, dass man Anschluss findet.

LG und alles Gute aus Russland

Luigi
 

 

Liebe Grüße von unserer Kyra
 
Hey guys, I'm in Pittsburgh, Pennsylvania right now, as an exchange student and it's just amazing! 
Being an exchange student is probably one of the best things that ever happened to my life.
I attend the North Hills Senior High School. My host family is really nice, they are absolutely friendly and lovely. 
School in America is definitely not like you expect it to be; it's really hard and all of the homework assignments are killing me. 
Well at least I finally got rid of math. 
Americans are just so much friendlier than most of the German people. 
I'm so thankful that I can be here and that Rotary International is giving me this opportunity. 

Greetings from Pittsburgh, Kyra Kroeger

 

Von: Kyra Kröger

Datum: 15. September 2013 03:58:02 MESZ

Hier ist noch einmal etwas mehr über meine zeit in Amerika, da ich letztes Wochenende etwas in Eile war.

Also, jetzt bin ich schon seit dem 8. August hier und es ist einfach wundervoll. Amerikaner sind so freundlich und verständnisvoll. Ich bin so froh, dass ich hier sein kann. Meine Gastmutter ist richtig toll. Am Freitag war ich zum ersten mal bei einem Footballspiel von meiner High School und das war richtig gut. Wir haben die andere Mannschaft richtig fertig gemacht 34:6!!! Ich habe in meiner Schule auch schon ganz viele Freunde gefunden. Mathe habe ich jetzt vollkommen abgewählt, dafür habe ich Gourmet Food, das ist so ziemlich die beste Klasse, die ich habe. :) Ich habe in der ersten Stunde AP German und da sind noch zwei andere deutsche Austauschschüler und das ist richtig cool, wir übernehmen so langsam den Kurs. Haha.. Ich kann eigentlich gar nichts weiter sagen, alles ist Super schön und überwältigend. Amerika ist toll.

Liebe Grüße, Kyra

Kyra_1Kyra2 Kyra3

 

 

Liebe Freie Schule,

Nach einer langen Fahrt bin ich gut in Saint Germain Sur Ille (ein kleiner Ort in der Bretagne) angekommen, wo  ich von meiner Gastfamilie und den Nachbarn mit einem  guten französischen Essen begrüßt wurde. Gerade angekommen ging es dann aber auch schon direkt mit der Gastfamilie in Urlaub nach  Chateauponsac,  was in der Mitte von Frankreich ist. Nach dem Urlaub in Chateauponsac  ist die Gastfamilie mit mir noch nach Vannes an die Atlantikküste gefahren, wo wir viele Austern gesammelt und gegessen haben.  Das Essen ist hier besser als in Deutschland und die Schule beginnt erst um 8:30.

Viele Grüße aus Frankreich

Johan

 

 

Schuljahr 2012 / 2013

Seit Februar sind Lisa, Madleine und Max aus der 11. Klasse ans andere Ende der Welt, nach Down Under, gezogen…!
Sie verbringen das Jahr in Australien an verschiedenen Highschools: Lisa in Melbourne, Madleine in Queensland und Max in Adelaide.
 


-Internationaler Schüleraustausch fortgesetzt-

Ich heiße Gwendal und bin14 Jahre alt. Ich bin in der 8. Klasse. Ich komme aus der Bretagne in Frankreich. Ich wohne in der Nähe von Rennes. Ich nehme am Programm „Brigitte Sauzay“ teil. Das ist ein Austauschprogramm für deutsche und französische Jugendliche. Ich verbringe zwei Monate in Deutschland. Mein Austauschschüler heißt Johan Bärwald.
In meiner Freizeit mache ich Judo und Jiu-Jitsu. Außerdem tauche ich. Ich habe einen Bruder und eine Schwester. Mein Bruder ist 6 Jahre alt und meine Schwester 9. Meine französische Schule ist kleiner als meine deutsche Schule. In Frankreich dauern die Unterrichtsstunden 55 Minuten. Unsere Noten gehen von 0 bis 20, 20 ist die beste Note. Die Schule beginnt um 8.30 Uhr und endet um 17:00 Uhr. Bei uns essen sehr viele Schüler in der Mensa. Viele Fächer sind gleich, aber Umwelt und Wirtschaft haben wir nicht. Mir gefällt die Schule in Deutschland. In meiner Klasse gibt es viele nette Schüler. Sie sind wirklich braver als wir in Frankreich. Die Lehrer in Frankreich unterrichten nur ein Fach. Ich habe hier auch mein Englisch verbessert. der Englischunterricht gefällt mir hier besser.
Meine Gasteltern Familie Bärwald aus Born sind strenger als meine Eltern. Meine Eltern kochen mehr als meine Gasteltern. Ich darf hier nicht so viel Zeit am Computer verbringen. Zu Hause sitze ich täglich 3 Stunden vor dem PC, am Wochenende auch länger. Hier verbringe ich mehr Zeit draußen. Außerdem muss ich hier im Haushalt helfen, zum Beispiel die Spülmaschine aufräumen und aufsaugen.
Für mich ist dieses Programm Bereicherung in jeder Hinsicht. Ich empfehle es jedem weiter.

Gwendal1 Gwendal2

Ich freue mich schon darauf, wenn Johann als Austauschschüler im Herbst zu mir nach Frankreich kommt.

Prerow im Mai 2013
 


Frau Höland:
Email vom 22. Oktober 2012

Lieber Herr Scharschmidt,

…Ansonsten freuen wir uns sehr auf die Rückreise bzw. Ankunft von Madleine. Wir haben sie sehr vermisst. Wenigstens konnten wir sie in diesem Jahr für 3 Wochen in Australien besuchen. Gemeinsam sind wir nach Sydney und Melbourne geflogen und konnten so auch für 3 Tage mit Lisa zusammen sein. Ebenso konnte Madleine während ihrer Outbacktour Max in Adelaide besuchen. Ist doch 'ne tolle Sache! Alle 3 in Australien, an verschiedenen Standorten und trotzdem konnten sie sich besuchen :-)))
Nun heißt es zurück zum andere Ende der Welt. Sie verlässt Australien natürlich mit gemischten Gefühlen. Einerseits war es ein super tolles, an Erfahrungen fast nicht zu übertreffendes "Erlebnis" und andererseits freut sie sich, all "ihre Leute" wieder zu sehen. Sogar auf die Lehrer freut sie sich.
Am wenigtsten vermissen wird sie das australische Essen .. .:-) Das können wir gut nachvollziehen, weil: gesund geht anders !!! Aber all dies und vieles andere wird sie mit Sicherheit persönlich allen erzählen. Freuen Sie sich, es wird spannend.

Mit freundlichen Grüßen
Anette Höland

  

Madleine Höland: Email vom 31. Oktober 2012

Hallo liebe Freie Schule Prerow,

Hoeland

G'day mate!

Ich sende euch nochmal die sonnigsten Grüße aus dem fernen Queensland (Sunshine Coast). Nun geht es für mich in 3 Wochen auch wieder nach Hause, zurück ins kalte Deutschland. :-/
Es ist wirklich Wahnsinn wie schnell so ein Jahr vergehen kann, vor allem wenn man dort ist wo es schön ist. ;-)
Die Schule hier war das ganze Jahr über ein reines ''Garnichts''. Man saß von morgens um halb 8 bis kurz vor 1 Uhr mittags im Klassenzimmer und hat nichts gemacht außer umgequatscht und in Mathe habe ich gelernt wie man ein Kreisdiagramm zeichnet. :-)
(Das heißt also wunderbar viel Arbeit für meine lieben Lehrer.....)
Das Gute ist aber das wir Schuluniform tragen, und meine ist eigentlich gar nicht hässlich.
Das mitgeschickte Bild wurde in der Schule (natürlich mit strikten Schuluniform-regeln) gemacht.
Ich mag gar nicht daran denken das ich in Deutschland wieder morgens aufwache, und 10 Stunden vor dem Spiegel steh um zu gucken was ich heute anziehe.
Mit der Schuluniform dauert es 2 Minuten und man gewöhnt sich so schnell daran. Sollte man in Prerow auch einführen hehe! ;-)
Es ist sehr schwer sich von allen hier so langsam verabschieden zu müssen. Ich habe viele Freunde gefunden, eine gute Gastfamilie gehabt und die Schule war auch wenn es oft langweilig war, trotzdem immer lustig. Ich werde das hier alles sehr sehr vermissen! Trotzdem freue ich mich natürlich auch meine Familie und Freunde endlich wiederzusehen und hoffe, ich komme euch bald besuchen.

Ganz liebe Grüße an meine Klasse, Herrn Kampf und meine liebe Frau Rüter. :-)

See you soon, 
Maddie
 


Lena Wieler:  Postkarte verschickt am 12.10.2012

Lena Wieler aus der 11. Klasse weilt seit dem Sommer in Thailand. Über ihren Kartengruß aus Bangkok haben wir uns sehr gefreut.


 


Schuljahr 2011 / 2012

 

Maximilian: Email vom 01. Juni 2012

G'day fellas,

nochmal vom anderen Ende der Welt. Doch diesmal nicht aus Neuseeland sondern aus Australien =P. Ich sitze grad in Private Study (Freiarbeit, liebe Grüße an Luddi an dieser Stelle). Hab nicht grade viel Arbeit hier zu tun, denn ich habe nur fünf Fächer: English, Drama, Music, F&H und Art und Design.
Es ist jedoch total lustig: Die Lehrer sind sehr locker und jeder ist meistens gut drauf. Wenn ich so aus dem Fenster gucke kann ich manchmal nicht glauben dass ich in Australien, dem heißen rotem Land bin. Es ist nämlich freaking kalt draußen. =/ Gestern waren es 15 Grad Celsius tagsüber. Das Lustige ist, dass die Australier schon bei 19 Grad frieren und den Ofen an machen.
Meine Gastfamilie ist genial richtig perfekt auf mich abgestimmt. Sie machen viele Theatersachen und Music.
Ich werde in Zukunft nochmal eine Mail schicken, aber dann mit Bildern.

Liebe Grüße

Maximus Apel =D (so nennt mich hier jeder, weil ihnen Maximilian zu kompliziert und Max zu langweilig ist).

 

Lisa Moldenhauer: Email vom 02. Mai 2012

Liebe Freie Schule, Hallo Herr Schaarschmidt,

Moldenhauer

Hiermit sendet euch Lisa Moldenhauer sonnige Grüße aus dem fernen Australien.

Hier in Greenvale ,ganz in der Nähe von Melbourne, habe ich mich sehr gut eingelebt und schon so einiges erlebt.

Obwohl es hier in Australien schon in den Herbst hinein geht, kommt es auch hier in Melbourne immer noch zu Höchsttemperaturen von 25-30 Grad Celsius. Melbourne ist einfach unglaublich schön und schon bald wird hier der "Anzac Day" ganz groß gefeiert. Am Ostermontag fahre ich mit meiner Gastfamilie zu einem Australian Football Game.

Ich gehe hier in Greenvale auf eine Privatschule, das Aitken College. Obwohl das Schulsystem in Australien sehr einfach ist (zumindest auf den öffentlichen Schulen), ist es auf dem Aitken College dafür trotzdem anspruchsvoll und auch sehr professionell. Natürlich wird hier auch Uniform getragen. Die Schule ist sehr groß und in der ersten Zeit habe ich mich sogar verlaufen. Für die verschiedenen Altersgruppen gibt es jeweils einen getrennten Campus. So befinde ich mich im Schulalltag auf dem Campus der 10-12 Klassen. Auch ist jeder Schüler auf dem Aitken College in verschiedene Häuser unterteilt. Es ist wie bei "Harry Potty". Es gibt vier verschiedene Häuser (grün,gelb,rot,blau). Ich bin im Haus "Brodie" mit der Farbe blau. Zu den unterschiedlichsten Anlässen, wie z.B. Athletics Carnival (Sportfest) oder Swimming Carnival (Schwimmsportfest) kann jeder Schüler Punkte für sein Haus holen. So habe ich am Athletics Carnival mit einem 3. Platz im 100m-Lauf und dem 1. Platz im Weitsprung ,von den Mädchen der Jahrgangsstufe 11, gute Punkte für mein Haus "Brodie" geholt.

Ab der 11. Klasse ist nur noch Englisch das Pflichtfach und man kann sich dazu 5 andere Fächer aussuchen. So habe ich Media (Produktion von Filmen,Plakaten für Advertising ), VCD (Visual-Communication-Design), Physical Education (alles über den Körper,Herz ,Muskulatur, Knochen) ,Health & Human Development (alles über Gesundheit, verschiedene Krankheiten, menschliche Entwicklung) und Biology gewählt. Allerdings ist die einzige Sprache die hier für jeden Jahrgang angeboten wird Indonesisch. In den unteren Jahrgängen wird auch Deutsch unterrichtet. Schon bald werde ich eine 6. Klasse in Deutsch unterrichten, ich freu mich schon drauf.Die Schule hat ein riesiges Theater und die Schüler aus dem "Theater Studies" - Unterricht arbeiten nun auf das alljährliche Musical hin . Dieses Jahr wird das Musical "Urinetown" aufgeführt und für nächstes Jahr steht jetzt schon "Sweeney Todd" fest. Das Schuljahr ist in 4 "Terms" unterteilt. Der erste Term ist jetzt schon herum. Anbei noch ein paar Bilder von Melbourne, der Schule und wildlebenden Kangaroos in Greenvale. Diese kommen in extra Emails.

Viele Grüße in die Heimat und bis bald!

 Besonders liebe Grüße an meine Klasse und Herrn Kampf.

Lisa Moldenhauer

 

 

Lest, was Madleine schreibt:

Madleine: (Postkarte vom 20. Feb. 2012)

Hallo Freie Schule Prerow

Die besten und sonnigsten Grüße aus Australien. Es ist unbeschreiblich schön hier. Amazing!
Liebe Grüße natürlich vor allem an meine Klasse.
Bleibt gesund!
Bis bald   

Eure Madleine 


Lina:

Meine Austauscherfahrungen 

Am 24.08 um 18:45Uhr bin ich in Saint-Jean-sur-Villaine angekommen.
Das Haus, in dem ich jetzt 2Monate leben werde ist orange und sehr modern. Im Garten sind Rosen. Ich habe 3 Gastschwestern, Maelys, Bleuenn, Jeanne und einen Gastbruder, er heißt Silvain. Die Eltern heißen Patrick und Chantal, sie sind sehr nett. Zum Abendbrot gab es Crêpes und Galettes, dazu haben wir Cidre getrunken. Der Abend war sehr lustig, auch wenn wir öfters mal ins Wörterbuch gucken mussten. 

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Postkarte vom 26.07.2013

So weilte Lina aus der 9. Klasse für 3 Monate bei Maelys Chotard in der Bretagne, um Sprache, Land und Leute besser zu verstehen und kennenzulernen. Maelys war im Frühsommer für 3 Monate als Austauschschülerin bei Familie Bärwald untergebracht und lernte an unserer Schule besonders die deutsche Sprache.

Pauline aus der 10. ist für ein Jahr nach Norwegen „ausgewandert“ und lernt zur Zeit dort an einer internationalen Schule.

Heiko verbringt sein 11. Schuljahr in Seattle an der Westküste der USA.

Julian aus der 10.2 hat für ein halbes Jahr Luis Olmos aus Puebla in Mexiko zu sich in seine Familie aufgenommen und lernt nun in dieser Zeit mit ihm gemeinsam an unserer Schule. Beide lernten sich kennen, als Julian im Frühjahr dieses Jahres in Puebla weilte, um seine  Spanischen Sprachkenntnisse zu vervollkommnen.

Tommy aus der 12. Klasse lebte ein Jahr in Equador. Über Sommer nun weilte seine „Gastschwester“ Melody auf dem Darß und lernte in den ersten Unterrichtswochen gemeinsam mit Tommys Klassenkameraden.

LuisOlmos

Auf dem Foto von links: Luis, Julian, Melody, Tommy

 

Schuljahr 2010 / 2011

 

Welterfahrung in Prerow 

Für zwei Monate kommt Bogdan Nazyrow aus dem fernen Kasachstan nach Prerow und lernt in der 10/2 gemeinsam mit Altersgenossen. Ebenfalls für zwei Monate gehört die junge Französin Maelys Chotard aus der Bretagne zum Team der Klasse. Schnell haben sich die beiden Schüler eingewöhnt und fühlen sich wohl. Ihre Gastfamilien – Familie Stoltenberg und Familie Bärwald – sorgen sich um das sonstige Wohl der Ihnen anvertrauten jungen Leute.
Was bewegt junge Menschen, die gewohnte Umgebung, die Familie und die Freunde zu verlassen?
Bogdan sagt dazu: „Mich interessiert Europa und dort ganz besonders Deutschland, Polen und Tschechien. Polen habe ich auch schon besucht. Ich finde, dass diese beiden Länder viele Gemeinsamkeiten haben. Ich möchte gerne in Breslau studieren, weiß aber noch nicht genau was. Bis dahin muss ich aber noch Polnisch lernen.“ Er fügt außerdem hinzu, dass er seine berufliche Zukunft sowieso in Europa sehe. Europa biete viel Arbeit und man könne hier sehr viel Erfolg haben. Das sei in Kasachstan nicht so, dort gebe es eine hohe Arbeitslosigkeit. „Ich lerne deshalb neben meiner Muttersprache Russisch natürlich Kasachisch, aber schon längere Zeit auch Deutsch und Englisch.“ Und wie man im Gespräch mit Bogdan schnell bemerkt, mit gutem Erfolg. Und Bogdan lobt seine Deutschlehrerin Frau Sultanova, die schon mehrfach in Deutschland gewesen sei und über das hohe Sprachniveau 3 c verfüge.
Maelys möchte ihren Aufenthalt in Deutschland in erster Linie dafür nutzen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Studieren und arbeiten will Sie später aber in Frankreich. Anders als Bogdan hat Maelys aber eine konkrete Vorstellung über ihre berufliche Zukunft, sie will kranken Menschen helfen und Medizin studieren.
Interessant sind für unsere Gäste und für deren jetzige Klassenkameraden die Unterschiedlichkeiten des Schulalltages. So berichtet Bogdan, dass er die deutschen Schüler um das gute Lehrer-Schülerverhältnis bewundere. Die Lehrer seien hier einfach viel herzlicher und verlangen weniger äußeren Respekt; trotzdem werde hervorragend gearbeitet. Natürlich gebe es auch viele andere Unterschiede im Schulleben.
Maelys genießt ebenfalls das tolle Lernklima in Ihrer Klasse. In der Bretagne haben viele Klassen mehr als 30 Schüler.
Stolz berichten die beiden über ihre Gasteltern, in der Freizeit hätten sie so schon „ein Stück Norddeutschland“ kennen gelernt.
Heimweh komme bei beiden nicht auf – die moderne Technik von Skype ermöglicht es ihnen fast täglich, nicht nur mit der Familie und Freunden zu sprechen, sondern sie auch zu sehen. Wie klein ist unsere so große und bunte Welt geworden!
Man spürt im Gespräch mit den beiden, dass sie auf die bei uns gewonnenen Erfahrungen nicht verzichten möchten.

LeftRight

 

Julian Stoltenberg meldet sich aus Puebla in Mexico:

Sehr geehrter Herr Schaarschmidt, 

wie ich versprochen habe, kommt gerade noch rechtzeitg vor den Ferien der Bericht über das Schulsystem in Mexico. Die Schule wird in 3 Teile geteilt: Die "Primaria"(Klassen 1-6), die "Secundaria"(Klassen 7-9) und die "Preparatoria", kurz "Prepa"(Klassen 10-12). Es besteht die Möglichkeit nach der Secundaria die Schule zu verlassen. In meiner Schule gibt es von dem Kindergarten bis in die Prepa alles. Da es eine deutsche Schule ist (Colegio Humboldt) gibts es deutsch schon seit dem Kindergarten und ist ein Pflichtfach in allen Klassenstufen. Englisch kommt erst in der 5° Primaria dazu. In meiner Klassenstufe (3° Secundaria) gibt es 5 Klassen. Eine Klasse in der komplett auf deutsch unterrichtet wird, eine in der zur Hälfte auf deutsch und zur Hälfte auf spanisch unterrichtet wird(Luís ist dieser Klasse) und 3 Klassen in denen nur auf spanisch unterrichtet wird. In so einer Klasse bin ich. Ich verstehe zwar nicht alles aber es wird immer besser. Ich nehme auch Spanischunterricht für Ausländer und der hilft mir sehr den "normalen" Unterricht zu verstehen. Da aber nun bald Ferien sind und mein Spanisch noch nicht perfekt ist, denke ich das dieser Auslandsaufenthalt doch etwas länger ausfallen hätte können. Aber ich denke was mein das Spanischlernen etwas gehemmt hatt ist die Tatsache das hier alle mehr oder weniger deutsch sprechen und somit oft auf deutsch ausgewichen wird. Ich werde selbstverständlich alles nachholen was ich in Deutschland verpasst habe, um meine Noten in diesem Jahr noch zu verbessern und um von meinen 4en runterzukommen. Ich hoffe ich habe Herrn Koch keine Schande gemacht und nicht allzuviele Rechtschreibfehler gemacht. 

Mit freundlich Grüßen,

                             Julian Stoltenberg

(email: vom 14.04.2011)

 

2009/2010:

Tommy Weiß (Klasse 11) geht für ein Jahr als Austauschschüler nach Equador. Paulin Lüthke (Klasse 10) lebt und lernt für ein Jahr in Costa Rica und Jonas Schreiner-Dodt verbringt sein 10. Schuljahr in Malaysia.

 

Julian Stoltenberg, Kl. 8.2, lernt von September bis Dezember 2009 an der englischen Internatsschule in Sutton Valence (see: www.Sutton Valence.uk).


 

„Sdrastwuitje - menja sawut Polli!“ -Vom Ural auf den Darß-

Ein Hühnergott reist mit nach Ecuador

 

 

Zwischen Prerow und Puebla
Mecklenburg-Vorpommern und Mexiko im Vergleich. Zwei Mädchen lernen beides kennen.
Eine Freundschaft macht das möglich.

Prerow/Puebla „Kennst du das Land? wo die Zitronen blühn,/ Im dunklen Laub die Gold-Orangen glühn, . . .“ fragt Mignon in Goethes Gedicht. Paulina Zamudio kennt es. Sie stammt aus Mexiko, lebt in Puebla. An ihrem Elternhaus, das sie mit Mutter Elizabeth und Großmutter Paulina bewohnt, wachsen Zitronen- Orangen- und Pfirsichbäume. Paulina ist Einzelkind. Ihr Vater starb vor vier Jahren. In ihrer Heimatstadt besucht Paulina die deutsche Humboldt-Schule. Sie kostet Schulgeld, und die Eltern müssen auch die Bücher bezahlen.
„Meine Mutter arbeitet als Versicherungskauffrau“, sagt Paulina. Sie spricht Spanisch, Englisch und Deutsch. Ihren guten Wortschatz wird sie noch vermehren, denn seit Januar lernt sie an der Freien Schule in Prerow mit ihrer neuen Freundin Cosima Stoltenberg aus Groß Kordshagen. Die war zwei Monate in Puebla zu Gast bei Paulina. Am 3. Januar flogen beide Mädchen von Mexiko-Stadt über London nach Hamburg. Dort schlossen Petra und Rolf Stoltenberg die Weltenbummler in ihre Arme. Das Dorf Groß Kordshagen in der Nähe der Stadt Barth ist nun für sechs Monate Paulinas Zuhause. Gemeinsam mit Cosima geht sie in die neunte Klasse. „Alles ist anders. In meiner Schule sprechen wir im Deutschunterricht nur Deutsch. Hier im Spanischunterricht wird wenig gesprochen. Wir lesen Texte, übersetzen und ergänzen Verben“, sagt Paulina. „Bei uns ist der Lehrer mehr Freund. Wir machen Spaß mit ihm, sprechen ihn mit Du und mit dem Vornamen an.“ In Mexiko schwatzen die Kinder im Unterricht. In Prerow achtet sie die Ruhe. „Wenn ich zurückkomme, muss ich alle meine Hefte vorzeigen“, sagt Paulina. „Ich mag die Schule hier. Alle sind sehr nett. Ich fühle mich wohl.“

„Paulina ist eine Bereicherung für uns“, sagt Spanischlehrerin Dr. Verena Schöne. „Sie wird mitunter als Wörterbuch benutzt.“ Und Schulleiter Gerald Schaarschmidt meint: „Die Schüler merken, die Welt ist nicht an der Meiningenbrücke zu Ende. Die Europafähigkeit der Schüler ist Erziehungskonzept bei uns.“
Der Landrat des Kreises Nordvorpommern Wolfhard Molkentin sorgte dafür, dass Paulina in Prerow beschult werden darf, denn das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat mit Mexiko keinen Beschulungsvertrag. Die Freundinnen wirken wie Schneeweißchen und Rosenrot. Cosima hat weizenblondes Haar wie das Korn auf den Feldern ihres Vaters. Der promovierte Landwirt baut auf seinen Äckern Roggen, Weizen, Gerste, Raps und Zuckerrüben an. Paulinas schwarze Augen strahlen, wenn sie lacht. In ihrer Heimat wächst alles: Mais, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Erbsen, Karotten, Ananas. Aber dennoch gibt es Armut. Die Mädchen erzählen von bettelnden Kindern in den Straßen. „In Mexiko sind Cosi und ich nach Acapulco an den Pazifik gefahren“, sagt Paulina. „Beinahe fünf Stunden dauert die Autofahrt.“

2girls

 

2006/2007:


Swantje
absolviert das gesamte 10. Schuljahr in Finnland;
Cosima weilt  im 1. Halbjahr der  Kl. 9 mehrere Monate in Mexiko;
Hannah im Dezember in Klasse 5;

ab Januar 2007 lernt Paulina aus Mexiko für ein halbes Jahr in Kl. 9 und wohnt in der Zeit bei Cosima;
Mathias absolviert  das 2. Halbjahr seines 10. Schuljahres in Großbritannien.

2005/2006: 


Max
aus Klasse 5 im Frühjahr für drei Monate in Neuseeland;
Hannah im Juni in Klasse 4;

2004/2005:


Sergej aus Russland ist für ein halbes Schuljahr in Prerow in Klasse 9 zu Gast;  
Hannah aus Schottland seitdem jährlich für mehrere Wochen an FSP, erst Klasse 3, inzwischen bis in Kl. 5;